Abschied von Bangkok – Khaosan Road Teil 2


Zum Abschied aus Thailand und meiner ersten Solo-Reise in Südostasien sollte es unbedingt noch einmal nach Bangkok gehen. Zum Einen, da hier die meisten internationalen Flüge starten, zum Anderen, da ich Bangkok wirklich lieben gelernt habe 🙂 Natürlich gehört dazu nicht nur die berühmte Khaosan Road… aber seht selbst 🙂

 

Wie mir ein buddhistischer Mönch „Glück“ tätowierte!

Nachdem ich auf einem meiner Lieblingsblogs von Yvonne „Just travelous“ gelesen hatte, wie sie sich (wie damals Angelina Jolie) in einem Tempel von einem buddhistischen Mönch eine traditionelle Tätowierung stechen hat lassen, hatte ich den riesengroßen Wunsch, diese Erfahrung auch zu machen 🙂

Natürlich hat man Respekt und auch ein bisschen Angst… vor Gefahren, Schmerzen, … aber das war mir egal.

Gleich am nächsten Tag bin ich um ca. fünf Uhr aufgestanden, um rechtzeitig ein Taxi zu bekommen. Yvonne hat damals mit ihrer Freundin einen Bus und danach ein Moped genommen, allerdings war ich mir dabei zu unsicher.

Das Taxi war eine gute Entscheidung 🙂 Ich glaube, ich habe einen der nettesten Taxifahrer der ganzen Umgebung erwischt, denn er war so herzlich und zuvorkommend, wie ich es nirgends anders erfahren habe!

 

Zunächst haben wir uns auf einen Fahrpreis von 1000 Baht für Hin- und Zurück geeinigt. Es sind ca. 50km einfach außerhalb Bangkoks in die Provinz Nakhon Pathom zu fahren, wobei aber viel auf Schnellstraßen zurückgelegt werden kann. Der Aufenthalt dort machte meinem Fahrer auch gar nichts aus, da er selbst sehr gläubig ist und dort beten wollte.

 

  

Die Fahrt dauert ca. eine Stunde, und ich empfehle euch, wirklich sehr früh dort zu sein, d.h. spätestens um acht Uhr morgens!

Am „Wat Bang Phra“ angekommen, werden euch einige Gläubige erwarten, die ebenso ein erstes oder auch ein weiteres Sak Yant gestochen bekommen wollen.

 

Es ist wirklich eine sehr religiöse Prozedur, die nicht zu sehr auf Touristen ausgelegt ist. Als ich dort war, waren bis auf drei Amerikaner und mich nur Einheimische anwesend.

Die Bezahlung des Mönchs für seine Dienstleistung und Segnung beschränkt sich auf eine Opfergabe bestehend aus Menthol-Zigaretten, eine Orchideenblüte, Räucherstäbchen und eine Geldspende (zwischen 100 und 200 Baht sind empfohlen).

Ebenso hast du die Pflicht, der buddhistischen Religion ehrfürchtig gegenüber zu stehen, was bedeutet, dass man sich vor den Mönchen mit gefalteten Händen verbeugt und angemessen gekleidet erscheint (Schultern, Dekolleté und Knie bedeckt).

 

Als ich an der Reihe war, zeigte sich ein weiterer Vorteil meines persönlichen „Guides“: Nachdem er selbst gebetet hatte, wartete er mit mir zusammen und half auch bei der Anfertigung der Tätowierung, wie z.B. die Haut zurecht zu ziehen. Denn der Mönch selbst darf Frauen nicht berühren.

Nichtsdestotrotz hat sich der Mönch namens „Master Ben“ aber dafür interessiert, wo ich herkomme, und was meine andere Tätowierung (auf Thai) bedeutet. Fand ich sehr cool 😉

Die Tätowierung selbst tut um’s salopp auszudrücken… arschweh. Master Ben hat eine lange Stahlnadel benutzt (die er hoffentlich vorher desinfiziert hat) und die er mit Tinte aufgesogen immer wieder in meinen Rücken stach. (Früher waren dies noch Bambusnadeln, aber man geht auch hier mit der Zeit 😉 ) Bei jedem einzelnen Stich musste ich zusammenzucken. Aber das Ganze dauerte Gott sei Dank nicht länger als 15 Minuten.

 

Nach der Stecherei pustete Master Ben auf die fertige Tätowierung und murmelte fast unhörbar einige religiöse Verse mit dem Ziel, die Wirkung des Tattoos zu entfalten. Ein Jahr dauert diese an, danach müsste man es erneut aktivieren lassen. Mittlerweile gibt es sogar jedes Jahr im März eine sehr spirituelle Zusammenkunft im Wat Bang Phra, zu der man all dies in Gemeinschaft erleben kann. Hier das Video: Müsst ihr gesehen haben! Ok, ich geb’s zu, wirkt schon ein bisschen irre 😉

Nun ist mein Sak Yant fertig und auch aktiviert: Es ist ein sogenanntes „Gao Yord“ aus neun Spitzen, die den Berg Meru darstellen. Dieser bedeutet im Budhhismus bzw. dessen Kosmologie das Zentrum des Universums und soll dem Träger Glück bringen 🙂

 

Angelina Jolie hat sich zum Beispiel das „Ha Teaw“ mit den fünf heiligen Linien auf das Schulterblatt stechen lassen.

Aber eigentlich sucht nicht ihr, sondern der Mönch aus, was genau tätowiert wird 😉

Was haltet ihr von der ganzen Prozedur bzw. dem Ergebnis? Lasst es mich in den Kommentaren wissen 🙂

 

Letzte kulinarische Erfahrungen in Bangkok (rund um die Khaosan Road):

Natürlich möchte ich euch nicht vorenthalten, wie ich mich vor und nach meiner Tätowiererfahrung kulinarisch gestärkt habe 🙂 Mittlerweile hab ich natürlich schon meine Lieblingsspots, allen voran May Kaidee’s ;-), aber ich war auch offen für Neues. Seht selbst:

Bei May Kaidee (in der Tanao Road):

„Haw Mokk“ (ein etwas dickeres Curry):

 

Tom Kha Suppe:

 

Veganes Sushi:

 

Buffet (jeden Samstag ab 18 Uhr für 150 Baht all-you-can-eat):

 

  

Gleich in der Straße, welche die Khaosan kreuzt (Chakrabongse Road), fand ich zwei weitere Hotspots, die mich absolut überzeugen konnten:

„Connection“ – Internationales Restaurant, Reiseagentur und Hotel:

 

  

 Hier gibt es suuuuper leckeres, vegetarisches Sushi 🙂

Auch To-Go:

„Chilli Chill“ – Indisches Restaurant (mit klimatisierten Räumen) und landestypischen Currys. Hier vegetarische Samosas und ein Aloo Gobi mit Reis: mmmmmhhhhh…..

 

Leckeres von den Straßenständen:

Kokosmilcheis mit Nüssen und Schokosauce:

 

Pad Thai ohne Ei (dafür mit gaaaanz viel Erdnüssen 😉 ):

 

Last but not least mein Rotes Curry vom Flughafen:

 

Fazit:

Ihr Lieben, Bangkok und auch sonst fast jeder Ort in Südthailand ist absolut eine (natürlich wenn möglich längere 😉 ) Reise wert! Ganz besonders kulinarisch könnt ihr hier über den euch bisher bekannten Tellerrand schauen, euren Horizont erweitern und es euch richtig gut gehen lassen! 🙂 Bis bald!

 

Welche (natürlich auch kulinarischen) Tipps habt ihr noch für Bangkok bzw. die Khaosan Road? Freue mich auf eure Kommentare! Eure Simmerl 🙂

5 Kommentare zu “Abschied von Bangkok – Khaosan Road Teil 2

    • Ja, da hast du ein bisschen Recht.
      Aber ich hab wie eine Irre gegoogelt und wirklich nichts über bekannte Infektionsfälle gefunden.
      Und es ist super verheilt, bisschen Bepanthen, das war’s, viel besser und schneller als Tätowierungen mit der Maschine 😊

      Ich dachte mir einfach: Trau dich 😁

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