(Kulinarische) Abenteuer auf Koh Phangan


So, nachdem ihr in meinem letzten Beitrag bereits ausführlich erfahren habt, wie man am besten auf die traumhafte und tatsächlich auch entspannende Insel Koh Phangan kommt, erfahrt ihr heute, was man denn dort alles machen, erkunden und selbstverständlich auch kulinarisch genießen kann ;-).

 

 


Das Wetter:

Zunächst einmal: Eure Unternehmungen können vom Wetter abhängig sein. Das hört sich zunächst schlimmer an, als es dann im Endeffekt ist.

Natürlich ist es in Thailand auch in der Regensaison heiß (ca. 35 Grad Celsius), aber der Regen kann nerven. Vor allem, wenn er stundenlang andauert, oder auch sich mehrmals am Tag ergießt.

In bestimmten Gebieten auf Koh Phangan kann es bei starken Regenfällen sogar ein bisschen gefährlich werden. Beispielsweise wenn man mit dem Roller auf unbefestigten Straßen unterwegs ist und der Boden immer weicher und matschiger wird… oder wenn man wie ich in einem „provisorischen“ Bungalow „haust“, in den es an Tür und Fenstern hinein regnet und in dem man bei Sturm wirklich Angst haben muss (besonders wenn dieser nachts wütet… 😦 )

Wenn ihr abends unterwegs seid: Nutzt übrigens unbedingt ein Mückenspray, sonst seid ihr am nächsten Morgen mit roten Stichen übersät. Ich persönlich bin absolut von Anti Brumm forte* überzeugt! (Süßer Name, oder? 😉 )

Wenn ihr allerdings trotz guter Vorbereitung durch das kleine rote Fläschchen mit kleinen Stichen an den Beinen aufwacht, waren es wahrscheinlich andere Plagegeister aus der Matratze und ihr solltet (wie ich 😉 ) schnellstens die Unterkunft wechseln.

Die Strände:

Nach allen Vorkehrungen zur Sicherheit und des Wohlbefindens sollte natürlich das Vergnügen nicht zu kurz kommen 😉

Koh Phangan ist zwar nicht groß, kann aber trotzdem mit vielen schönen Stränden an fast jeder Küste punkten.

Thongsala Beach (Südküste):

 

Wenn ihr (wie alle anderen auch) auf dem Seeweg ankommt, trefft ihr direkt am Pier von Thongsala ein. Thongsala ist ein kleines Dörfchen mit dem größten Angebot an Restaurants, Märkten, Ausflügen, etc. Von hier aus könnt ihr euch den Magen vollschlagen, tauchen, tätowieren lassen, shoppen, Fahrradtouren machen,… alles was das Herz begehrt. Ebenso habt ihr hier die Möglichkeit, eure Weiterreise in den zahlreichen Reisebüros zu planen.

 

Ich persönlich kann euch mein Resort DaKanda Villa Beach Resort am Thongsala Beach (nur ca. 800m vom Pier entfernt) sehr empfehlen. Mit ab ca. 25,-€/Nacht ist es auch für einen Alleinreisenden bezahlbar.

Ich hatte dort ein Zimmer mit Klimaanlage im Haupthaus, das modern eingerichtet und wirklich ausreichend groß ist. Das Badezimmer war komplett aus Beton (ziemlich stylisch 😉 ), ich hatte einen Safe und einen Balkon mit Blick in den wunderschönen und gepflegten Garten. Also eigentlich alles, was man sich so wünschen könnte.

 

  

Allerdings: Wie auch woanders, hat hier das WLAN oft gestreikt bzw. war nur sehr schwach verfügbar. Für jemanden der online arbeiten muss ist es wirklich nervenaufreibend! 😦

Dafür hat allerdings der Strand absolute Überzeugungsqualitäten: Das Resort liegt direkt dort, wodurch man auch hier WLAN hat (wenn auch etwas schwach 😉 ). Es sind kostenlose Liegen und ein Netz für Ballspiele verfügbar. Am Abend werden hier für ein Barbecue sogar einige Tische des Restaurants aufgebaut, super chillig.

Das Besondere hier ist das Meer: Man kann minutenlang hineingehen und dann liegend relaxen, da die Wassertiefe maximal 30cm beträgt. Wer allerdings schwimmen möchte, muss relativ weit und lange gehen.

Leela Beach (Südküste / Haad Seekantang):

 

Um zum Leela Beach zu gelangen, müsst ihr eine ca. zwanzigminütige Fahrt von Thongsala über zahlreiche „Berge“ (es geht tatsächlich immer auf und ab) auf euch nehmen. Aber: Wer die absolute Entspannung sucht, für den lohnt sich die Reise!

Der Leela Beach liegt am südöstlichsten Zipfel von Koh Phangan und ist ausschließlich über den Seeweg oder durch Haad Rin Village und einem der am Strand gelegenen Resorts (wie z.B. Cocohut Beach Resort) zu erreichen.

 

Der Strand ist relativ kurz, und hier passiert auch relativ wenig. Sonnencreme und ein gutes Buch, mehr braucht man hier nicht.

Wenn ihr den gesamten Strandabschnitt Richtung Osten abgeht, gelangt ihr am Ende auf eine Holzbrücke, die (in einer Sackgasse) zu einem wunderschönen Aussichtspunkt mit kleinem Leuchtturm führt. Hier liegt auch meine erste, super abgelegene Unterkunft, die Lighthouse Bungalows.

 

Rin Nai Beach (Südküste / Haad Rin Nai):

 

Der zugehörige Strand zum kleinen Dörfchen „Haad Rin Village“ heißt einfach Haad Rin und bietet langgezogene Sandstrände zum Relaxen, Joggen oder auch zum Feiern. Als ich dort war, war leider das Wetter sehr bescheiden, wodurch ich nicht die Möglichkeit hatte, das Meer zu testen.

Von einer Freundin habe ich erfahren, dass hier abends die Strandbars sehr beliebt sind und es auch die „berüchtigten“ Buckets mit einer Flasche Alkohol und einer Flasche Softdrink zum selber mixen gibt 🙂

Übrigens ist dies nicht der ebenso berüchtigte Strand der Fullmoon-Parties. Dieser liegt aber nicht weit entfernt von hier an der Ostküste und heißt Haad Rin Nok.

Malibu Beach (Nordküste / Ao Chaloklum):

 

Falls ihr trotz allen Entspannens noch ein wenig Abenteuergeist besitzt, leiht euch einen Roller 😉

Traut euch, denn ihr könnt fast nichts falsch machen. Es kostet euch 5,-€ (oder noch weniger) am Tag, ihr bekommt ein schönes, gepflegtes und sicheres Modell (also zumindest ich hatte das Glück 🙂 ) und ihr müsst nur an den Linksverkehr denken. Eine Karte wäre natürlich auch nicht schlecht, aber die bekommt ihr in jedem Resort kostenlos.

Ich persönlich hatte etwas Angst, da ich ein paar Tage zuvor mit einem Hotelmitarbeiter, der mich inklusive komplettem Reisegepäck auf seinem Roller in das Dorf gefahren hat, einen Unfall hatte. Es war wirklich ein Schock in der Kurve einfach wegzurutschen und knallend auf dem Boden aufzuschlagen, aber es war nicht so schlimm, wie es sich anhört. Ein paar Schürfwunden, das war’s.

Mit einem Roller seid ihr frei, wo ihr hinfahren wollt. Ich empfehle euch eine kleine Spritztour in den Norden zu machen, um genauer zu sein in das Baan Chaloklum Dorf. Hier gelangt ihr auch zu dem kleinen „Privatstrand“ Malibu Beach, der selbst wiederum auf einer eigenen kleinen „Insel“ liegt. Der Strand hier ist wirklich der Wahnsinn, so weiß und so fein, wie ich es noch nirgendwo anders gesehen habe.

 

Ein ganz besonderer Vorzug hier ist auch die absolute Ruhe und Entspannung. Genießt es!

Weitere absolut zu empfehlende Strände sind Haad Salad an der Westküste der Insel und wer es gaaanz abgeschieden möchte: Haad Yao an der unteren Ostküste.

Ebenso empfohlen wird Ao Haad Khuat, der sogenannte Bottle Beach, der entweder nur auf dem Seeweg oder zu Fuß über einen (nicht ganz leichten) Trekking Pfad zu erreichen ist.

Etwas besonderes ist wohl eine Mini-Halbinsel im Nordwesten von Koh Phangan: Koh Ma. Vom Strand Haad Mae Haad kann man auf einer Sandbank komplett bis zur Insel gehen. Traumhaft! Absolut perfekt zum Schnorcheln 🙂 Leider hatte ich (da ich ausgiebig Schnorcheln wollte) keine Wertsachen, also auch keine Kamera mit dabei :-(.

Bars und Abendlocations:

Durch gaaaanz viele Tipps von einem lieben Freund (Danke Dennis! 😊👍) konnte ich auch am Abend einige Locations testen, die absolut zu empfehlen sind:

Ein absolutes Muss für einen Sonnenuntergang mit einem Chang oder einem Cocktail und chilliger Musik ist die Amsterdam Bar. Sie liegt an der Westküste nördlich von Thongsala und Baan Nai Wok und ist an das Stone Hill Resort angeschlossen. Der Ausblick ist wirklich unbeschreiblich 🙂

Wer gerne Live-Musik mag, ist super in The JAM Bar aufgehoben. Immer Samstag abends, außer die Besitzer sind wegen eines Visa-Runs außer Haus 😉 Sie liegt direkt am Strand am der Westküste Ao Hin Kong.

Was ich leider nicht mehr testen konnte ist die Pirates Bar. Den Fotos nach zu urteilen, muss es hier aber oft ziemlich abgehen 😉 Wenn jedoch gerade keine Partys mit DJs stattfinden, kann man hier bestimmt auch nur gechillt den Sonnenuntergang genießen 😉 Sie liegt ebenfalls an der Westküste etwas versteckt am Haad Chao Phao direkt am Strand.


Das kulinarische Abenteuer:

Tja, kulinarisch gesehen kann Koh Phangan zwar nicht mit dem (super vegetarischen und veganen) Angebot von Bangkok mithalten, ABER: Ihr kommt auf jeden Fall auf eure Kosten 🙂 Ich habe an keinem einzigen Tag (außer leider einer Ausnahme) richtig schlecht gegessen, und das will bei meinem durchaus anspruchsvollen Magen etwas heißen!

Übrigens: Ein unvergleichliches Erlebnis (man glaubt es kaum) kann auch der Besuch eines TESCO LOTUS Marktes sein. Ich finde es wahnsinnig spannend, einheimische Supermärkte (besonders in dieser Größenordnung 😉 ) zu durchforsten und herauszufinden, was denn der Thai der Mittelschicht so alles kauft:

Riesen Gemüse- und Obstregale mit wahnsinnig vielen verschiedenen Sorten Mangos… mmmmmmhhhhh, eine offene (ja, tatsächlich komplett offene) SB (!) -Fleisch- und Fischtheke, Chips, Süßigkeiten,… wirklich super interessant! 🙂

Was habe ich den lieben langen Tag  so gegessen?

Mein erstes Essen im Hotel (Lighthouse Bungalows) sollte leider nichts gutes versprechen. Aber es war wie gesagt die wirklich einzige grobe kulinarische Verfehlung auf Koh Phangan.

Ich bat um ein Pad Thai nur mit Gemüse und auch ohne Ei (dafür könne sie etwas Kokosmilch verwenden). Ich bekam eine süße (!) und rote (!) Pampe aus Nudeln mit drei Karottenstückchen. Nach drei Bissen musste das Ganze leider in die Tonne.

 

Im Haad Rin Village habe ich ein nettes Restaurant gefunden, das sowohl super leckere Shakes hat, als auch wirklich gutes und auch relativ günstiges Essen UND Wifi 😉 : Mr. K Zwar werden hier auch internationale Gerichte angeboten, ich habe aber ausschließlich Thai-Food gegessen:

Hier ein Penang Curry mit Reis:

Und hier ein Rotes Curry mit Reis:

Im Restaurant des Cocohut Beach Resort am Leela Beach kann man auch wirklich gut essen, auch wenn es dementsprechend teurer ist:

Mmmmmhhh, Massaman Curry mit Reis:

Ebenso im Restaurant des DaKanda Villa Beach Resort: Gut, aber relativ teuer:

Erneut ein Penang Curry mit Reis (ja, ich bin ein heimlicher Fan 😉 ):

Und ein Pad Thai (leider mit Ei, ich hab vergessen, es abzubestellen. Aber trotzdem seeehr lecker!):

Im Restaurant der Malibu Beach Bungalows am nördlichen Malibu Beach kann man ebenso sehr gut trinken und auch essen. Die Preise sind auch hier Touristen angepasst:

Leckere vegetarische Frühlingsrollen (sollte eigentlich nur ein Snack sein, wurde aber mein Abendessen 😉 ):

 

   

Einen Abend bin ich einem Tipp eines lieben Freundes gefolgt (Erneut vielen Dank, Dennis! 🙂 ) und bin auf der Suche nach Essen auf den Nachtmarkt von Thongsala. Dieser ist nicht nur für Touris gedacht, sondern vor allem auch für Einheimische, die dort Zutaten für ihr Abendessen besorgen.

 

Es gibt dort aber auch zahlreiche Essenstände, die ich gar nicht alle durchprobieren konnte 😉

Besonders hatte es mir ein Kochtopf angetan, über dessen Inhalt mir die Köchin versicherte, dass weder Fleisch noch Fisch darin wären. Jaja, was musste ich essen: Mini-Krabben,… die gelten anscheinend aufgrund ihrer Größe nicht als Tiere…. oh mann.

 

Schmunzeln musste ich, als ich am Beginn der Ortschaft Thongsala an der „Tölzer Hütte“ vorbei ging 😉 Bayerische Heimatgefühle mit Weißwurst, Schweinsbraten und Co.? Hier bekommt ihr alles 😉

 

  

Für mich hat aber ein Chang und die kurze Atmosphäre gereicht, um boarische Namenstagsgrüße auszurichten 🙂

Apropos: Thailand kann mit zahlreichen Biersorten aufwarten, die durchaus mit den bayerischen mithalten können. ABER: Das absolut BESTE in Thailand ist CHANG! 🙂

 

Natürlich gibt es noch Unmengen an weiterer Aktivitäten, die man auf Koh Phangan anstellen könnte.

Ich finde allerdings, dass die schönsten Abenteuer immer dann entstehen, wenn man sie spontan unternimmt. Also, schnappt euch eine Karte, einen Roller und einen schönen Tag ohne Regen und erkundet die Insel auf eigene Faust!

Ich bin schon auf eure Erfahrungen und Erlebnisse in den Kommentaren gespannt! 🙂


Weitere insbesonders vegane Tipps für Koh Phangan könnt ihr in diesem Post von Vegan um die Welt nachlesen!

Auch auf einem meiner Lieblings-Reiseblogs gibt es einen Post über Koh Phangan als Gastbeitrag von Flashpacking4Life auf Planet Backpack!

Marvin von Flashpacking4Life hat sogar einen digitalen Reiseführer auf seinem Blog kostenlos zur Verfügung gestellt 🙂

Nun kann ja wirklich nichts mehr schiefgehen 😉

Stay tuned on Cosmosoup!

Kommentare, Tipps, Verbesserungen, ... ?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s