Ankommen in Bangkok – Khaosan Road Teil 1


Nachdem ich den Flug von Moskau nach Bangkok einigermaßen überlebt hatte – ich wünsche euch wirklich keine kleinen Kinder oder Babys neben euch…der blanke Horror – habe ich bei den öffentlichen Taxiständen einen anderen Alleinreisenden aus Holland getroffen, mit dem ich mir ein Taxi in die Khaosan Road teilen konnte (300 Baht). Es gibt zwar auch andere Möglichkeiten, vom Flughafen in das Back- und mittlerweile auch Flashpacker-Zentrum zu kommen, allerdings wollte ich nach diesem anstrengenden Flug die einfachste und angenehmste Art haben 🙂

Da ich zur Zeit des alljährlichen Songkran-Festivals (das thailändische Neujahrsfest) anreiste, hatte ich bereits im Voraus ein Hotelzimmer gebucht. Normalerweise ist es aber kein Problem ohne Vorreservierung in der Khaosan Road ein Zimmer zu finden. Die Hotels und Hostels reihen sich eines nach dem anderen an…   

 

Für jemanden der noch nie dort war, wird es gleichzeitig ein Schock und ein Segen sein: Ein Schock definitiv, wenn ihr abends anreist, da die Straße und ihre Nebenstraßen eine einzige Partymeile mit Restaurants, Bars, Clubs, Essens- und Verkaufsständen und und und… ist. Aber auch ein Segen, da es von dort sehr einfach ist, seine weitere Reise zu planen. Fast überall gibt es gratis Wifi, Internetcafés und Reisebüros, wo ihr komplette Transfers zu anderen Orten bzw. Inseln buchen könnt.

Ebenso werdet ihr andere Reisende treffen, mit denen ihr euch vielleicht zusammenschließen könnt.

Vielleicht findet ihr auch noch das ein oder andere Souvenir oder auch notwendige Utensil, wie z.B. FlipFlops (oh,  ich liebe Havaianas  😉 ) oder Strandklamotten. Hier sind den Bedürfnissen wirklich fast keine Grenzen gesetzt 😉

Tja, oder auch ein ganz besonderes Souvenir wie z.B. einen Ausweis, den ihr immer schon haben wolltet 😉. Hier wird gerade einer „amtlich ausgestellt“:

  

Hier findet ihr übrigens den Reisebericht meines letzten Aufenthalts in Bangkok: Viiiiel Essen und…noch mehr Essen 😁

Ich persönlich nutze die Khaosan Road, um ein bisschen anzukommen, mein erstes Chang zu trinken, traditionelles und vor allem vegetarisches Essen zu genießen (ich sag nur Tanao Road!) meine Weiterreise zu planen und eine günstige Mani- und Pediküre (350 Baht bei Shewa Spa) zu bekommen 😉

  

Zwei bis drei Tage Aufenthalt reichen hier vollkommen aus.

Welche Hotels kann ich empfehlen? 

Natürlich liegt es an euch, ob ihr ein Hotel oder ein Hostel bevorzugt. Falls ihr zu Erstem neigt, kann ich euch in jedem Fall das Khaosan Park Resort und das Rikka Inn (mit Pool auf der Dachterrasse! 😉 ) ans Herz legen. Beide Hotels liegen direkt in der Khaosan Road. Zwar müsst ihr mit höheren Preisen (ca. 25-30 Euro pro Nacht) und mit dauernder Lärmbeschallung bis in die Nacht rechnen, allerdings seid ihr auch „mitten drin“.

Wenn ihr lieber etwas abseits vom Trubel wohnen möchtet, empfehle ich euch das Lamphu House. Hier bekommt ihr von der ständigen Party fast nichts mit und seid trotzdem in fünf Minuten im Geschehen, wenn ihr wollt 🙂

Was kann man in Bangkok unternehmen?

Darüber hinaus kann man natürlich auch, wenn man möchte, einzelne Ausflüge zu beispielsweise Tempeln und anderen Sehenswürdigkeiten machen.

Dieses Mal entschied ich mich mit meinem „neuen Travelmate“ 😉 für drei verschiedene Ausflüge:

  1. Besichtigung des Wat Pho – der Tempel mit dem liegenden Buddha, verbunden mit einer Tour durch das verzweigte Flussnetz Bangkoks
  2. Besuch des legendären Chatuchak-Markts am Wochenende
  3. Besuch eines vegetarischen Kochkurses bei May Kaidee

1. Der Tempel Wat Pho

  

Da wir den Besuch dieses wirklich sehenswerten Tempels mit einer Flussfahrt verbinden wollten, gingen wir zunächst zu Fuß zur nächstgelegenen Anlegestelle. Falls es sehr heiß ist, würde ich euch empfehlen, mit dem TukTuk dorthin zu fahren.

Apropos TukTuk: Des Öfteren werdet ihr gefragt werden, ob es in Ordnung ist, einen kleinen Umweg zu einem Einzelhändler zu machen. Dies erscheint zunächst etwas verdächtig, allerdings verdient der TukTuk-Fahrer mit dem Besuch sich eine für ihn notwendige Provision zum Lebensunterhalt dazu. Der Besuch dauert in der Regel nicht länger als fünf Minuten und man hat selbstverständlich nicht die Pflicht, etwas zu kaufen. Dies ist die Regel, aber ich habe auch schon von negativen Beispielen gehört 😦 Wenn ihr dem aus dem Weg gehen wollt, nehmt einfach ein Taxi 🙂

Nach einem etwas längeren Fußmarsch (Google Maps sei Dank 😉 ) sind wir endlich an der Anlegestelle für eine Rundfahrt angekommen und konnten nach kurzer Verhandlung die Hälfte des regulären Fahrpreises heraus handeln (500 Baht pro Person, wirklich nicht billig, aber es war es wert).

Die Fahrt dauerte ca. eine Stunde und war wirklich sehr interessant: Kleine Tempel, private Flusshäuser (jede Preisklasse), Händler in Kajaks und eine wunderschöne Flora und Fauna… seht selbst: 🙂

   

       

Der Eintritt für den Tempel Wat Pho liegt zur Zeit bei 100 Baht (wenn viel los ist, sollte man es besser passend haben 😉 ) und beinhaltet eine kostenlose Wasserflasche. Falls ihr euch vorher stärken wollt, gibt es am Anleger eine vielfältige Auswahl an Essen:   

 

Keine Angst: Für den Tempel muss man sich nicht extra mit langen Klamotten einkleiden. Für Touristen stehen fashionsichere grüne Umhänge bereit 🙂  

Was euch dann im Tempel, bzw. auch in der gesamten Tempelanlage erwartet, ist wirklich beeindruckend! Ein absolutes Must-See, wenn ihr in Bangkok seid, seht selbst 🙂

Der liegende Buddha:   

         

   

   


2. Der legendäre Wochenendmarkt Chatuchak

Im Vergleich zu anderen Verkaufsstraßen bzw. Märkten habt ihr hier am Samstag und Sonntag von 6:00-18:00 Uhr eine riesige Auswahl von über 10.000 Ständen! Uns hat es fast umgehauen, sodass wir eigentlich nichts gekauft haben 😉 Das Besondere an diesem Markt ist selbstverständlich die Menge und Variation der angebotenen Dinge von Souvenirs über Klamotten, „echten“ Markensachen (Sonnenbrillen, Uhren, Taschen,…) bis hin zu Kunst und Krempel. Darüber hinaus ist der Markt vor allem für Einheimische und hiesige Händler, die dort ihre täglichen Dinge bzw. deren Verkaufswaren einkaufen. Zur Orientierung über 27 Sektionen kann euch vorab diese Karte dienen:  

Übrigens: Hier steht „bargaining“, also Handeln, auf der Tagesordnung! Teils kann man den Preis um fast die Hälfte drücken. Und ihr braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, denn dieses Vorgehen ist im erstgenannten Preis bereits einberechnet 😉

  

Es gibt jede Menge verschiedener Möglichkeiten, um zum Chatuchak Markt zu kommen. Wir entschieden uns für eine zweiteilige Route: Zuerst fuhren wir mit dem Taxi (bzw. auch TukTuk möglich) für 100 Baht zur Zug- und Metro-Station Hua Lamphon. Von dort aus fährt auf direktem Weg die U-Bahn zur Station Chatuchak Park (42 Baht, einfacher Weg), von der man sehr schnell am Markt ist. Man bekommt statt einer Fahrkarte einen schwarzen Chip, mit dem man den Eingang passieren kann und den man auch benötigt, um wieder aus der Haltestation herauszukommen, also nicht wegwerfen 😉

   

 

Wenn ihr euch vom Trubel des Marktes ein bisschen erholen wollt,könnt ihr das entweder an den zahlreichen Essensständen tun, oder auch ganz umsonst im Park nebenan chillen, was wir beides ausgenutzt haben 🙂

Das war etwas wirklich sehr sehr scharfes, undefinierbar, außer die Nudeln und das Ei 😉  Aber super lecker!  

  

Zum Nachtisch ein Kokosnussmilcheis mit grünem Klebreis und Nüssen:

Und danach chillen im Park 

Wenn ihr in Bangkok seid, nutzt unbedingt die Möglichkeit, den Chatuchak Markt zu besuchen! Diese Erfahrung muss man einfach mitnehmen 🙂

3. Vegetarischer bzw. veganer Kochkurs

  

Bereits zu Hause während der Reisevorbereitungen buchte ich einen Kochkurs bei May Kaidee in der Nähe der Khaosan Road, wohlwissend, dass dieser zwar jeden Tag angeboten wird, aber besonders am Wochenende immer schnell ausgebucht ist. Für die Zeit während Songkran hätte ich mir dies allerdings sparen können, da wir am Sonntag nur zu zweit waren 😉 Mehr Infos zu den angebotenen Kochkursen gibt’s auf May Kaidee’s.

Der Kurs dauerte von neun Uhr morgens bis ein Uhr mittags (die andere Variante wäre von zwei Uhr mittags bis sechs Uhr abends) und kostete um die 50 Euro. Im Nachhinein hätte ich lieber die spätere Zeit gewählt, da mein Magen für so viel Essen morgens einfach nicht gerüstet ist 😉

Zu zweit mit Vera, einer Travellerin aus Hannover, machte es aber auf jeden Fall super viel Spaß, zusammen zu kochen 🙂

  

  

Der Kochplan hatte es wirklich in sich: 

Tom Yam bzw. Tom Kha Soup (die letztere hat einfach nur mehr Kokosnussmilch 🙂 )  

Pad Thai  (für mich ohne Ei, dafür mit ein bisschen Kokosnussmilch und Erdnussauce)  

Massaman Curry und Grünes Thai Curry  

  

Frische Frühlingsrollen  

Kürbis Hummus  

Salat aus grüner Papaya  

Schwarzer und weißer Klebreis mit Mango

 

Falls euch jetzt schon das Wasser im Mund zusammenläuft:

Ja, sobald ich wieder zuhause bin, werde ich einige dieser Rezepte nachkochen und sie euch auf Cosmosoup vorstellen 🙂  


Was kann ich kulinarisch gesehen sonst noch empfehlen?

In Bangkok habt ihr wirklich eine enorme Auswahl an vielfältigem und einheimischem Essen, das zwar euren Geldbeutel aber womöglich nicht eure Waage schont 😉

Besonders in und um die Khaosan Road herum findet sich ein Restaurant nach dem anderen bzw. auch offene Straßenstände, wo ihr nach Herzenslust schlemmen könnt.

Ein frischer Mangoshake für 80 Cent zum Frühstück? Kein Problem, aber achtet darauf, ob der Verkäufer auch frische Früchte hat, sonst könntet ihr mit dem Magen Probleme bekommen 😉  

In der Tanaoroad (3 Min. von Khaosan entfernt) finden sich einige vegetarische Restaurants, wie z.B. May Kaidee’s, Number One oder auch das Ethos, alle drei absolut zu empfehlen! 

   

   

Und natürlich auch das Essen der allabendlichen Straßenstände:

  

   

 

Auch wenn ihr nicht wirklich wisst, was das da vor euch in den Töpfen schwimmt und der Verkäufer nur ein paar Brocken Englisch spricht: Probiert es einfach! 😉

Selbst europäisches Essen kann man hier bekommen! Aber bevor ihr auf das ausweicht, bitte probiert vorher unbedingt folgende Thai-Spezialitäten:

  • Reissuppe (traditionell zum Frühstück)

Hier wird’s gemacht:

  • Currys: Rot, Grün, Massaman, Penang
  • Pad Thai

So, das war’s auch schon wieder von der Khaosan Road in Bangkok! Nach ein paar Tagen geht es mit DER Reisegesellschaft Thailands Lomprayah mit einem Nachtbus und Fähre auf die Inseln der Ostküste: Koh Nguyan, Koh Tao, Koh Phangan und Koh Samui.

Auf ein Chang, bis bald!  

  

  

4 Kommentare zu “Ankommen in Bangkok – Khaosan Road Teil 1

  1. Wow! Super Eindrücke von Bangkok, danke dir! Ich fliege im September zum ersten Mal nach Thailand und deine Posts steigern meine Vorfreude auf jeden Fall nochmal. Werde mir jetzt mal deine anderen Beiträge zu Thailand durchlesen. 😊
    Liebe Grüße 💐

    • Hey, das freut mich total! 😊
      Thailand wird auf jeden Fall ein Erlebnis! Das Land ist so vielfältig und kulinarisch gesehen der Wahnsinn 😜
      Ich wünsch dir ganz viel Spaß!
      Und schreib mir, wie’s war! 😊😎

      • Ja, ich bin auch total überzeugt von Thailand, es hat für jeden „Typen“ was zu bieten: Egal ob Städtereise-Typ, Natur- und Kulturinteressierte, Partylöwen oder Strandmenschen… alles vorhanden in Thailand 😁😍
        Danke dir, ich freu mich schon so auf meinen BackpackTrip, werde auf jeden Fall auf meinem Blog darüber berichten. 😊🙌

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