1 Day in Moskau!


Die Must-Sees in der Innenstadt

Der Tag versprach relativ schön und regen- bzw. schneefrei zu werden – ja, vor ein paar Tagen hatte es dort noch geschneit! Und das hielt er dann auch, zwar mit kaltem Wind, aber mit den wundervollen Eindrücken war er zu ertragen 😉

Wie komme ich in die Innenstadt?

Wenn ihr wie ich ein Hotel in der Nähe des Flughafens habt, oder gleich von dort kommt, empfiehlt es sich, mit dem Aeroport Express in die Stadt zu fahren. Vom Sheremeteyevo Airport fahren diese Züge im Terminal E alle 20 Minuten und brauchen ca. 40 Minuten in die Stadt (zurück sind sie ca. 10 Minuten schneller).

  

Die günstigste Fahrkarte, um vom Flughafen in die Stadt und wieder zurück zu fahren, sowie um alle Metrolinien in der Stadt nutzen zu können, ist die sogenannte „A3P0+“-Karte (Kostenpunkt: 1010 Rubel, ca. 18€). Sofern ich die Dame am Schalter richtig verstanden habe, gilt die Karte für 5 Tage (eine günstigere Fahrkarte gäbe es nicht), allerdings nur inkl. zweimaliger Nutzung des Aeroport Express‘ (also Hin- und Zurück).

 

  Edit 

Und Vorsicht: Man darf nicht einfach auf dem Bahnsteig warten, sondern erst 15 Minuten vor Abfahrt, nachdem die Wachmänner es erlaubt haben 😉

Die Fahrt ist relativ unspektakulär: Viel Nichts, viel Industrie, viele Hochhäuser (und zwar mindestens 15-stöckig).

  

Die Endhaltestelle des Aeroport Express‘ ist „Belarusskaja“, ein Bahnhof, der auch direkten Zugang zur Metro hat. Haha, wartet, DIREKT?… nein, nicht direkt 😉

Zunächst muss der Zug-Bahnhof verlassen werden, Schilder helfen dir nur, wenn du auch kyrillische Buchstaben lesen kannst 😉 Also erst einmal auf die Straße Richtung Stadt, ein paar Häuser weiter kommt eine Verkaufsstelle für Metro-Tickets (falls du noch keines hast) und ja, es wäre ja zu einfach, wenn der Zugang zur Metro direkt an die Verkaufsstation angegliedert wäre 😉 Erst zwei Häuser weiter findet man endlich den richtigen Eingang. Geschafft 🙂

  


Die Moskauer Metro

Und dann kommt die nächste Hürde: Kannst du ein bisschen kyrillisch bzw. russisch?

Wenn nein, dann musst du dich darauf einstellen, sehr oft nach dem Weg fragen zu müssen 🙂

Der Aufbau des Metro-Netzes ist eigentlich recht logisch: Eine Ringlinie (Nr. 5) und neun weitere Linien, die diese kreuzen. Theoretisch gibt es (wie z.B. in München auch) Hinweisschilder, die zur jeweiligen Linie führen und dann eine rechte und eine linke Seite, die in die jeweils entgegengesetzten Richtungen fahren.

Allerdings muss man erst einmal erkennen (ja, von lesen konnte man bei mir echt nicht mehr sprechen 😉 ), welche Seite wohin fährt. Eigentlich ist es wie Bilder erkennen und richtig zuordnen. Wer übrigens die Anzeigen in den Zügen der Metro checkt, mailt mir mal bitte die Lösung des Rätsels, ich bin noch nicht dahinter gestiegen 😉

  

Hatte ich vorhin gesagt, ihr müsst euch darauf einstellen, oft nach dem richtigen Weg fragen zu müssen? Tja, da wäre es im Übrigen auch ganz gut, wenn ihr wenigstens etwas Russisch könnt. Ich habe wirklich sehr oft fragen müssen, und die wenigsten konnten nicht mal ein paar Worte Englisch (und das komplett altersunabhängig). Aber mit Händen und Füßen klappt alles 😉

Ich hatte einen kleinen Vorteil, da ich ein paar Worte Polnisch kann: „Where are the toilets?“ versteht keiner, aber bei „Toaleta?“ erhellt sich gleich die Miene und ich muss auch nicht mit voller Blase bis zum nächsten Café ausharren 😉

Unbedingt müsst ihr verschiedene U-Bahn-Stationen genauer ansehen, manche sollen die schönsten der Welt sein! Was ich auch wirklich bestätigen kann…. seht selbst:

   

      

Es gibt auf Metro Moscow einen Tipp für die schönsten Metro-Stationen, die ich zeitlich leider nicht alle sehen konnte. Aber vielleicht ihr? Schreibt es mir in den Kommentaren! 🙂

 

  

  

Endlich da: Ploschtschad Rewoljuzii

Nachdem ihr die Metrostation „Belorusskaja“ gefunden habt, nehmt ihr am Besten die Linie 2 und fahrt bis zum „Ploschtschad Rewoljuzii“. Dort erwartet euch nach kurzem Fußmarsch gleich das Beste, was die Moskauer Innenstadt an Sehenswürdigkeiten zu bieten hat: Den Kreml, den Roten Platz und das Wahrzeichen: die Basilius-Kathedrale. Wirklich wahnsinnig beeindruckend! Besonders die Basilius-Kathedrale hat mich umgehauen!

Gleich wenn man ankommt, kann man einem wunderschönen Glockenspiel lauschen:

  

  

Da ich nur relativ wenig Zeit hatte und ich mir aus Erfahrung sicher war, mich aufgrund meines grandiosen Orientierungssinns nur zu verlaufen, habe ich ein Ticket (von rent-a-guide) für einen Touri-HopOn-HopOff-Bus gekauft. Dies war gar keine so schlechte Idee, da man sowohl einen kleinen Reiseführer als Audioguide hat (in den gängigsten Sprachen, auch auf Deutsch 😉 ) und immer aussteigen kann, wenn man will.

  

Im Übrigen: es ist günstiger eine Karte für den Touri-Bus vor Ort zu kaufen.

Allerdings wird die Freude am Busfahren auf zweiter Ebene etwas durch den ständigen Stau auf Moskaus Straßen getrübt. Manchmal steht man minutenlang an einer roten Ampel, um dann endlich bei Grün nur 40 Sekunden Zeit zu haben, die nächste Rotphase zu vermeiden. Oft stehen die Autos auf fünfspurigen Straßen, also: nur ganz Mutige sollten sich in Moskau einen Leihwagen holen… für mich wär’s nix 😉

  

  

Sehr erstaunlich ist auch die Tatsache, dass wirklich (ohne Scheiß 😉 ) fast kein einziges Auto saube, bzw. zumindest nicht dreckig ist. Ein besonders repräsentatives Beispiel seht ihr hier: 

  

Hier werden die Scheibenwischer nicht gegen Nässe, sondern gegen Staub eingesetzt 🙂

Zu Shoppen hat man bestimmt auch gute Möglichkeiten. Ich selbst bin ja bei dieser „Traveller-Strumpfhose“ fast schwach geworden 😉  

Besonders traurig war natürlich der Blick auf die Moskwa-Brücke in der Nähe des Kremls, auf der vor wenigen Wochen ein russischer oppositioneller Politiker einem Attentat zum Opfer gefallen ist.   


Wenn der Magen knurrt…

Tja, hier muss ich euch leider ein bisschen enttäuschen 😦 Tut mir leid…

Vor lauter interessanter Bauwerke etc. hab ich das Knurren meines Magens erst relativ spät bemerkt. Natürlich wollte ich etwas landestypisches essen, Burger King oder ähnliches sind für mich in Deutschland schon tabu.

Allerdings gestaltete es sich relativ schwierig, als schüchterne Person selbstbewusst in einen Laden hineinzugehen, obwohl man noch nicht einmal weiß, ob es dort überhaupt etwas zu essen gibt 😉

Ja, ihr habt richtig gehört: trotz Status‘ als Weltstadt, ist Englisch bisher nur in internationalen Gegenden in Moskau, d.h. am Flughafen 😉 und teilweise in größeren Bahnhöfen selbstverständlich. Was bedeutet, dass jeder Versuch, etwas Essbares zu finden, auch in einem Souvenirladen oder einer Stripbar enden könnte 😉

Falls man dann doch ein Restaurant oder ähnliches gefunden hat und dann aber die Bedienung auf die Frage: „Do you speak English?“ nicht einmal mit einem Kopfschütteln antwortet, kannst du dir sicher sein, dass du niemals das bekommst, was du gemeint hast, bestellt zu haben. Von daher habe ich erst ziemlich lange gesucht, bis ich in der Arbat Straße (Fußgängerzone) ein kleines, landestypisches Lokal gefunden habe, in dem Einheimische ihre Mittagspause verbringen. Hat mich ein bisschen an polnische Milchbars erinnert 😉

  

Natürlich hat man mich da auf Englisch auch nicht verstanden, aber ich konnte mit ein paar Brocken Polnisch zumindest eine Suppe meiner Wahl bestellen (Borschtsch). Die Bestellung von Piroggen ging dann leider doch nach hinten los, denn ich bekam einen Apfelstrudel… ich muss wohl das Wort für Pilze mit dem für Äpfel verwechselt haben 😉

 
 

  Aber geschmeckt hat es ganz ordentlich… auch wenn sich in der Borschtsch Rindfleisch eingeschlichen hatte…

Unterwegs schnell WiFi haben und Akku laden?

Ja, das kennt ihr wahrscheinlich auch aus anderen Ländern bzw. Städten: Starbucks ist zwar nicht mein Lieblings-Coffeeshop, aber für gratis WiFi (natürlich mit einem VPN-Client, wie z.B. Hide my Ass – absolut zu empfehlen, besonders um im Ausland mit deutschen Servern verbunden werden zu können!) und eine Steckdose geb ich halt auch mal knapp fünf Euro für einen kleinen Cappucino mit Sojamilch aus…

Fazit:

Moskau ist wirklich einen Städtetrip wert, soviel kann ich in jedem Fall sagen. Allerdings bitte nicht nur einen Tag, sondern mindestens drei 🙂  Ihr werdet von der Architektur der Innenstadt und der Sehenswürdigkeiten begeistert sein!

Lernt vielleicht vorher noch ein bisschen Russisch bzw. deren kyrillische Buchstaben, dann wird es euch nicht ganz so schwer fallen wie mir, euch zurechtzufinden 😉

Vorerst einmal: Bye, Bye Moskau!

  

Habt ihr noch Fragen? Dann stellt sie mir auf info@cosmosoup.de! Ich freu mich! 🙂

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