Suppenbars in Wien – When do you soup today?


„When do you soup today?“

Diese Frage mussten wir uns auf unserem dreitägigen Wien-Trip eigentlich gar nicht stellen, denn die Antwort lautete immer: „Why not now?“ Wir haben Wien als eine bunte Großstadt erlebt, die viel Wert auf gesunde Ernährung legt – nur etwas Kleines, mit dem wir auch nach der Mittagspause noch aktiv und fit sind? Suppe, Curry oder Salat! – auch etwas Veganes dabei? Kein Problem: Eigene Sparte in Speisenkarten, Eisdielen, Bäckereien! Ein wahres El Dorado für den bewussten Wiener – und das im Land der besten Backhendl weit und breit 😉

Wir haben es uns in diesen drei Tagen in Wien zur Aufgabe gemacht, zehn ausgewählte Suppenbars im Postleitzahlenbereich von 1010 bis 1090 aufzusuchen, zu testen, es sich schmecken zu lassen und darüber einen kleinen Bericht zu schreiben. ABER: Da wir immer nur eine Momentaufnahme der jeweiligen Gegebenheiten vor Ort über einen individuellen Eindruck erhielten, soll unser Bericht keine abschließend beurteilende Bewertung der Lokale darstellen!

Wir ließen folgende Fragen in die Beobachtung einfließen:

    – Wie heißt das Lokal? Hat es eine Homepage bzw. einen Internetauftritt?
    – Wie ist die Lage? Ist es mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen?
    – Wann sind die Öffnungszeiten und wer ist dadurch die angesprochene Zielgruppe?
    – Wie ist das Erscheinungsbild im Gesamteindruck? Atmosphäre, Bedienung, Sitz-/Stehplätze?
    – Wie sieht das Angebot aus? Speisenkarte, Abwechslung, Vielfalt?
    – Wie schmeckt das „Testessen“?
    – Abschließendes Fazit?

    Unsere „getesteten“ Suppenlokale:

    1010:
    1) Fresh Soup and Salad – Wipplingerstr. 1
    2) Soupkultur – Wipplingerstr. 32

    1020:
    3) Stewarts Suppencafé – Praterstr. 11

    1030:
    4) Hot Spoon – Salesianergasse 20

    1060:
    5) Suppengalerie – Webgasse 45
    6) Suppito – Girardigasse 9

    1080:
    7) Suppenbar – Alserstr. 21

    1090:
    8) Zuppa – Schwarzspanierstr. 22
    9) Suppenwirtschaft – Servitengasse 6


    10) Kartoffelwerk – Praterstraße 51


    Fresh Soup and SaladHomepage

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    Wir besuchten das „fresh soup & salad“ in der Wipplingerstr. 1 zur Mittagszeit gegen halb eins und waren sofort vom Style des kleinen Ladens überzeugt. Der Laden hat mittlerweile vier weitere Stores in Wien, die alle Suppen, Currys und Salate anbieten. Auf der Homepage kann man sich bereits im Voraus die Wochenkarte ansehen. Die Lage ist durch zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel gut zu erreichen, mit der U-Bahn sind es vom Schwedenplatz ca. 8 Min. zu gehen. Die Öffnungszeiten sind sehr kundenfreundlich (Mo.-Sa., auch abends) und erreichen somit alle möglichen Zielgruppen vom Schüler bis zum Angestellten.

    Der kleine Laden wirkt stylisch und sauber, er hat im Innenraum ca. zwölf Sitzplätze plus max. 8 Stehplätze; draußen kann man leider nicht essen. Selbstverständlich hat man die Möglichkeit, alles auch in passenden Behältern mitzunehmen. Die Bedienungen am SB-Tresen waren sehr nett und zuvorkommend. Das Angebot ist sehr abwechslungsreich: neben Fleisch- und Fischgerichten gibt es auch immer mehrere zumindest vegetarische Varianten.

    Wir „testeten“ an diesem Tag das „Schwarzwurzelcurry“, was mit sehr viel Reis gereicht wurde und insgesamt eine wirklich große Portion war. Für 5,20€ ein absolut fairer Preis und vor allem: es war super lecker! Wenn ich in der Nähe arbeiten würde, wäre das „Fresh Soup & Salad“ meine erste Anlaufstelle für die Mittagsverpflegung und weil’s so lecker war: vielleicht sogar noch eine Möglichkeit für das Abendessen, denn ab 18 Uhr gibt es dort günstiges „Resteessen“ für freshe 3,50€ 🙂

    „Absolut empfehlenswert!“


    SoupkulturHomepage

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    Den kleinen Laden von „Soupkultur“ erreichten wir zum Höhepunkt der Mittagszeit gegen 13 Uhr und mussten uns aufgrunddessen auch in eine längere Schlange mit ca. 15 Personen entlang des Bürgersteigs einreihen. Zuvor konnten wir uns auf der Homepage ein Bild davon machen, was angeboten wird: Vielfältige Suppen und Eintöpfe (auch vegetarisch) und Salate. Die Lage ist relativ zentral, in der Wipplingerstr. 32, auch relativ gut zu erreichen von der U-Bahn-Station Schwedenplatz (ca. 8 Min. Gehzeit). Der kleine Laden hat nur wochentags über die Mittagszeit auf (bis 15:00/15:30), was leider ein leckeres und leichtes Abendessen ausschließt.

    Der Laden an sich ist sehr klein mit ca. 6 Sitzplätzen innen und ca. 16 Außenplätzen an Holztischen. Daneben reiht sich ein Raum an, in dem Abholungen in größerer Zahl vorbereitet werden. Das heißt, wenn z.B. deine Firma für mehrere Personen Suppen vorbestellt hat, können diese zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeholt werden. Geliefert wird im Übrigen auch. Das Feeling im Laden war allerdings etwas angespannt. Vielleicht lag es an der Anstell-Situation, vielleicht aber auch an der etwas genervten Bedienung am SB-Tresen. Schade 😦

    Wir „testeten“ die „Afrikanische Kürbis-Süßkartoffel-Suppe“, unter der ich mir leider etwas anderes vorgestellt hatte. Sie entsprach vielmehr einem Eintopf, der überfrachtet mit frischem Koriander auch nach fast nichts anderem schmeckte. Auch wirklich schade 😦

    „Etwas enttäuschend, aber wir geben eine zweite Chance ;-)“


    Stewarts SuppencaféHomepage

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    „Stewarts Suppencafé“ lag gleich in der Nähe unserer Wohnung, in der Praterstr. 11. Auf der Homepage werden die wöchentlich wechselnden Suppen, Currys und andere Gerichte präsentiert. Der Laden liegt verkehrsgünstig sowohl in der Nähe des Praters, des Nestroyplatzes als auch des Schwedenplatzes. Die Öffnungszeiten liegen ausschließlich wochentags zwischen 11 und 15 Uhr; Zielgruppe sind somit keine Nachtschwärmer 😉

    „Stewart“ hat sowohl einige Innen- (ca. 20) als auch Außenplätze (ca. 15) zum gemütlichen Sitzen und Essen löffeln. Innen wird man von nicht aufdringlicher Rockmusik beschallt. Die nette Bedienung am SB-Tresen servierte uns eine Karotten-Orangen-Suppe (wahlweise mit Koriander und schwarzem Sesam) und ein thailändisches Massaman-Curry mit Kichererbsen und Reis. Die Suppe war salzig, aber gut; das Curry zwar wenig scharf aber wirklich sehr sehr lecker! Leitungswasser gibt es for free. Wirklich empfehlenswert, schaut vorbei! 🙂

    „Gemütlich zu sitzen und super lecker!“


    Hot SpoonHomepage

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    Trotzdem das „Hot Spoon“ eine eher abgelegenere Lage hat, die auch nicht optimal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, ist es um halb eins zur Mittagszeit wirklich gut besucht. Auf der Homepage kann man sich bereits ein Bild der aktuellen Wochenkarte mit wechselnden Gerichten von Suppen über Hausmannskost machen. Wahrscheinlich aufgrund der suboptimalen Lage wird zusätzlich in der Mittagszeit ein Lieferdienst angeboten. Die Öffnungszeiten liegen wochentags gästefreundlich zwischen 10 und 18 Uhr.

    Das Lokal hat ausschließlich Innensitzplätze, ca. 20 an der Zahl. Angeboten werden sowohl Suppen, als auch Currys, Eintöpfe, Pfannengerichte und Salate. Wir „testeten“ die saisonale „Kürbiscremesuppe“ mit gerösteten Kürbiskernen und Kernöl; Baguette/Brot gab es leider nicht dazu. Die Suppe war ein bisschen scharf (gut!) und aber auch ein bisschen wässrig (schade 😦 ); trotzdem: wirklich lecker und eine gute Portion!

    „Wer dort in der Nähe ist, kann auf jeden Fall mal vorbeischauen!“


    SuppengalerieHomepage

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    Die „Suppengalerie“ ist verkehrstechnisch sehr günstig und super zentral in einer Nebenstraße (Webgasse 45) zur Haupteinkaufsstraße (Maria Hilferstraße) gelegen. Auf der Homepage kann man bereits die vielfältigen Gerichte, die angeboten werden, einsehen: Suppen, Eintöpfe, Currys, Salate und Wraps. Der Laden ist zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet und spricht somit ebenso Feierabendler mit kleinem Hunger an.

    Der Laden an sich ist sehr klein und eher auf das Mitnahme-Geschäft spezialisiert. Innen sind ca. 12 enge Stehplätze verfügbar; draußen leider keine. Wir bestellten eine „Kartoffel-Lauch-Suppe“ und eine „Orientalische Linsensuppe“ (leider kein Foto), wobei beide um die vier Euro kosteten und gut sättigende und leckere Portionen waren.

    „Zentral und lecker!“


    SuppitoHomepage

    Foto 04.09.14 15 22 45 „Suppito – 2 Frauen, 5 Elemente und 44 Suppen“

    Nachmittags für den kleinen Hunger wollten wir ins „Suppito“, wurden dort aber zunächst „enttäuscht“: Das „Suppito“ ist eine Herstellungsmanufaktur, die vorallem Suppen in Gläser eingeweckt herstellt. Warme Suppen zum dort essen gibt es nicht, zum Mitnehmen pro Tag nur eine – die Info findet man auf der Homepage (was wir allerdings nicht so genau gelesen hatten 😉 ). Es wird ein Lieferservice angeboten, sowie der Laden zwischen 11-16 Uhr geöffnet (die Suppen sind aber auch zusätzlich in zahlreichen Gastronomien und Einzelhandelsläden in Wien zu haben).

    Der Laden an sich ist super stylisch und wirkt gleichzeitig gemütlich und familiär. Wir nahmen die Tagessuppe „Karotte-Ingwer-Reis-Suppe“ mit auf eine nahe gelegene Parkbank. Die Suppe an sich war lecker, jedoch auch sehr wässrig und man konnte die Zutaten nicht erkennen, was wirklich sehr schade war 😦 Wir wollten noch andere Sorten von „Suppito“ testen, allerdings gab es durch die höheren Temperaturen ein kleines Lagerungsproblem. Von daher werden wir aber bei unserem nächsten Besuch in Wien auf jeden Fall noch einmal vorbeischauen; aber dann mit Kühltasche 🙂

    „Innovativ – die Suppe im Glas“


    SuppenbarHomepage

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    Die „Suppenbar“ in der Alserstr. 21 ist verkehrstechnisch günstig zu erreichen und zentral an einer Einkaufsstraße gelegen. Eine zweite Filiale hat in der Nähe der Uni vor kurzem neu eröffnet. Die Homepage gibt eine erste Auskunft über die verschiedenen angebotenen Speisen von Suppen und Eintöpfen über Currys bis hin zu Salaten. Das Tolle: überall ist kostenlos Brot und Leitungswasser (soviel man möchte) dabei 🙂 Ebenso toll: Es gibt eine große Auswahl an veganen Gerichten. Die Öffnungszeiten erstrecken sich ausschließlich über die Mittagszeit (in beiden Läden).

    Der Laden an sich hat im Innenraum ca. zehn Sitz- und Stehplätze, sowie außen ca. vier Stehplätze. Wir erhielten von unserer sehr netten Bedienung am SB-Tresen eine Kartoffelsuppe mit grünem Pfeffer „Pepe Verde“ und eine „Kürbiscreme mit Kürbiskern-Pesto“. Obwohl das Ende der Öffnungszeit erst in 2,5 Stunden war, war mein favorisiertes „Veggie-Curry“ schon aus – schade 😦 Die Kartoffelsuppe war leider optisch wenig ansprechend und schmeckte uns auch leider gar nicht 😦 Dafür war die Kürbiscremesuppe mit dem Pesto besonders lecker und durch deren dickere Konsistenz auch sehr sättigend.

    „Auf jeden Fall eine Versuchung wert!“


    ZuppaHomepage

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    Das „Zuppa“ in der Schwarzspanierstr. 22 war leider nicht so einfach zu finden, aber vielleicht lag es auch einfach an unserem Orientierungssinn bzw. unserem Ausgangspunkt 😉 Auf der Homepage findet man die sehr vielfältige Speisenkarte, die sowohl Suppen, Currys, verschiedene Hauptspeisen, Salate, Baguettes und Paninis präsentiert. Der Laden ist wochentags von 11-16 Uhr geöffnet.

    Das „Zuppa“ ist ein insgesamt sehr kleines Lokal mit nur ca. 6 Steh- bzw. Bistrositzplätzen im Innenraum. Die sehr nette Bedienung reichte uns ein „Gemüsecurry mit Reis“ zum Mitnehmen, das wir in einem nahegelegenen Park verputzten. Und: Es war wirklich sehr lecker!

    „Wenn ihr in der Nähe seid: unbedingt vorbeischauen!“


    SuppenwirtschaftHomepage

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    Tja, wir wollten wirklich noch unbedingt die „Suppenwirtschaft“ testen, da der Laden im Internetauftritt schon so stylisch ausgesehen hat. Sie liegt in einer Straße mit anderen Gastronomien, die verkehrsberuhigt ist. Leider waren wir anscheinend etwas zu spät dran: Der Laden hat zwar bis 18 Uhr offiziell geöffnet, aber um kurz vor halb sechs war er schon fast geschlossen – nichts mehr da 😦 Die Bedienung war auch leider vielmehr mit putzen etc. beschäftigt, als uns eine Alternative anzubieten bzw. auf einen anderen Tag zu vertrösten. Wir hatten uns wirklich sehr auf eine Suppe, ein Curry oder einen Salat gefreut. Schade 😦

    „Vielleicht war von euch jemand dort und kann mir ein Feedback geben?“


    KartoffelwerkHomepage

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    Was wir bei unserem nächsten Wien-Besuch unbedingt ausprobieren möchten, ist das Kartoffelwerk in der Praterstraße 51 in 1020 Wien, d.h. zentral gelegen am Prater bzw. der Nestroystraße. Leider waren wir am Samstag dort, als geschlossen war 😦

    Die Homepage verrät schon einiges über abwechslungsreiche Suppen, Currys und Salate. Gillian, falls du dies hier liest: Schau mal vorbei, es liegt fast direkt vor deiner Haustür und berichte uns 😉

    „Auf einen baldigen Besuch in „Beautiful Vienna“!“


    Zum Abschluss: Dies soll nicht der erste und letzte Bericht über Suppenbars gewesen sein. Geplant sind Artikel über München, Dresden und Berlin. Vielleicht habt ihr ja da schon mal Tipps für mich? 🙂

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