Essentielle Gewürze in der Küche


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Nachdem ich nun bereits einige Beiträge mit vielen verschiedenen Rezepturen, Gewürzen und Gewürzmischungen geposted habe, und auch letztens eine Gewürzmanufaktur aus dem Schwarzwald einen Gastbeitrag geschrieben hat, wird es Zeit, dass ich euch Tipps gebe, welche Gewürze essentiell in eurem Gewürzschrank stehen sollten.

Darüber hinaus möchte ich euch ebenso Tipps geben, wie man selbst super leckere Gewürzmischungen zubereitet, welche Mühlen bzw. Mörser ich euch empfehle und wie man die Gewürze am Besten aufbewahrt.
Also seid gespannt und viel Spaß beim Küchenregal auffüllen und „sammeln“ 😉

Zunächst: Gewürze sollte man nicht in billigen Supermärkten kaufen, da diese erstens meist nicht von guter Qualität sind und zweitens (aufgrund des Preises) kein fairer Handel dahinter steht. Die meisten Gewürze kommen aus Indien, Indonesien sowie anderen Ländern aus Asien und Afrika und werden unter harten Bedingungen von Familien angebaut, die oft von Großabnehmern zu Dumping-Preisen (Abnahmepreise liegen unter den Produktionskosten!) gekauft werden. Einige Abnehmer haben jedoch ethische und moralische Philosophien, die den Familien die Chance geben, mit dem Verkauf der Gewürze überleben und ihnen so bessere Arbeits- und Lebensbedingungen bieten zu können.

Eine Marke, die auch in gut sortierten Supermärkten mit im Gewürzregal steht und hinsichtlich dessen uneingeschränkt empfohlen werden kann ist „Fuchs-Gewürze“.

Darüber hinaus sind selbstverständlich allerlei Gewürzmanufakturen zu empfehlen, bei denen individuell nach deren Wert- und Qualitätsvorstellungen gefragt werden kann. Einige bieten mittlerweile auch Online-Shops an.

Und: Kauft Gewürze nie in großen Mengen, denn spätestens nach einem Jahr haben sie ihre Würzkraft bzw. ihr Aroma verloren. Kauft Gewürze auch nie bereits gemahlen, sondern immer ganz und mahlt sie zuhause erst, wenn ihr sie für ein Gericht braucht. Euer Gaumen wird es euch danken 😉

Folgende Gewürze empfehle ich euch im Vorrats-Gewürzschrank zu haben:

  • Ursalz – Unraffiniertes Salz ohne chemische Rieselhilfe (z.B. Himalaya Salz)
  • Schwarzer Pfeffer

Diese zwei Gewürze braucht man immer. Daher machen sie sich in speziellen Salz- und Pfeffermühlen (wie z.B. von Peugeot) sehr gut.

  • Bunte Pfeffermischung – Mischung aus schwarzen, weißen, roten und grünen Pfefferkörnern
  • Bockshornkleesamen
  • getrocknete Chilis
  • Curry-Gewürzmischungen – z.B. Cari, Java, Madras, Garam Masala, Ras el Hanout,… ganz nach Gusto
  • Kardamomkapseln grün
  • Koriandersamen
  • Kreuzkümmelsamen
  • Kurkuma – (hier dürft ihr getrocknet u. gemahlen kaufen 😉 ihr könnt aber auch frische Kurkuma-Wurzeln benutzen, allerdings gibt es diese fast nur im Asialaden und das auch nicht regelmäßig
  • Lorbeerblätter getrocknet
  • Muskatnüsse – hier braucht ihr eine kleine Reibe, ich empfehle diese hier von Microplane* – auch bestens für Zimt, Knofi, Ingwer oder Käse geeignet
  • Nelken
  • Safranfäden
  • Vanille-Stange – entweder eine Bourbon oder Tahiti
  • Zimt-Stange

Getrocknete Kräuter sind hier nicht aufgelistet, da ich von diesen persönlich nicht viel halte. Es gibt mittlerweile in vielen Supermärkten eine enorme Auswahl an frischen Kräutern (von Schnittlauch, Basilikum und Petersilie, über Rosmarin, Majoran und Salbei bis hin zu Minze), die auch selbst im Garten oder auf dem Balkon angebaut werden können. (Vorsicht bei gekauften Kräutertöpfen: Unbedingt lockerer umtopfen, da diese für den Verkauf viel zu eng bepflanzt wurden und so schnell eingehen.)

Bevor man allerdings gar keine Kräuter verwendet, da frische nicht verfügbar sind, „erlaube“ ich den Griff in die getrocknete Kräuterkiste 😉

Wenn ihr euer Gewürzregal noch weiter aufpeppen wollt, empfehle ich euch folgende Gewürzbesonderheiten:

  • verschiedene Salzsorten – z.B. Kalahari-Salz, Schwarzer Hawaiianisches Salz, Rauchsalz aus versch. Hölzern oder Fleur de Sel
  • verschiedene getrocknete Chilis – z.B. Piment d’Espelette oder auch die extrem scharfe Variante der Bih Jolokia
  • verschiedene Pfeffersorten – probiert euch durch, ihr werdet erstaunt sein! (z.B. Kubebenpfeffer, Tasmanischer Bergpfeffer,… richtige Geschmackserlebnisse)

 

Zu guter Letzt noch wichtige Hinweise zur richtigen Lagerung eurer Gewürze, sowie deren Bearbeitung mit Mörsern, damit ihr möglichst lange Freude an deren Aromen habt:

Gewürze und Gewürzmischungen müssen in undurchsichtigen Behältern (am Besten aus Edelstahl oder Weißblech) vor Hitze und Sonneneinstrahlung geschützt gelagert werden. Achtet neben dem Haltbarkeitsdatum auch auf das Öffnungsdatum bzw. Zeitpunkt des Mahlens: Nach ca. einem Jahr sollte der Inhalt aus geschmackstechnischen Gründen nicht mehr verwendet werden.

Eine persönliche Empfehlung für ein besonderes Gewürzregal geht von mir an Klotz auf Klotz, eine kleine Holzmanufaktur in Kooperation mit der Gewürzmanufaktur Pfeffersack & Söhne.
Als Mörser empfehle ich euch 1. einen großen, schweren Mörser aus Granit wie z.B. von Jamie Oliver*, der auch für die Zubereitung von Thai-Currypasten sehr gut geeignet ist, 2. einen kleinen Mörser z.B. von Skeppshult* und 3. einen starken Mann zum Mörsern! P.S.: Alle drei habe ich selbst zuhause und kann sie wärmstens empfehlen 😉

So, nun wünsche ich euch viel Spaß beim Bestücken bzw. Auffüllen eures Gewürzregals! Bei Fragen könnt ihr euch sehr gerne über info@cosmosoup.de an mich wenden 🙂

* = Affiliate-Link

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