Cosmosoup is(s)t auf Reisen: Letzte Station Peking – Fortsetzung


Aufgrund unseres Transitfluges über Peking, hatten wir das „Glück“ erneut einen Tag in der Hauptstadt Chinas zu verbringen. Ein persönlicher Guide sollte uns zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten sowie zu kulinarischen Bereicherungen führen. Was sich unter Letzterem verbergen sollte, konnte ich bereits in ängstlichen Zügen erahnen…

Nun, glücklicherweise tauchten wir in die chinesische Esskultur nicht so weit ein, als dass wir es gleich wieder verlassen wollten. Außer Acht lassen sollte man jedoch nie, dass China definitiv eines der Länder ist, die jedes Tier, egal ob Teile eines Hundes, einer Katze oder sonstiger tierischer Raritäten oder auch ganzer Schildkröten auf die Speisekarten setzt. Die chinesische Volksmedizin verspricht sogar zusätzliche Heilung jeglicher Krankheiten bzw. Steigerung des körperlichen Wohlbefindens bei der Zusichnahme bestimmter Flüssigkeiten wie z.B. der Galle eines Bären oder auch anderer gewaltsam entwendeter tierischer Körperteile, was selbstverständlich Humbug ist.


Bevor wir allerdings in den „Genuss“ dieser Dinge kamen, hatten wir die Möglichkeit, ein weiteres Mal May Kaidee in Bangkok zu besuchen, was definitiv den besten Abschluss unserer kulinarischen Reise Thailands darstellte.

Dieses Mal entschieden wir uns für ein „Vegetarisches ‚Meeresfrüchte‘ Curry (Lon Plah Jay)“ mit Seitan, Seegras, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Pilzen, Blumenkohl, Brokkoli, Kraut und Babymais in Kokosnussmilch mit japanischer Miso-Paste. Selbst meine sonst so kritische zweite Hälfte war restlos begeistert!

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Und natürlich gab es (eigentlich obligatorisch ;-)) ein thailändisch-indisches „Massaman Curry“ mit Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, (sich verirrtem Brokkoli), Tofu, Erdnüssen und Limette. Übrigens beide Gerichte inklusive Reis für jeweils unglaubliche 2,50 €!

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Aaaaalso, wenn ihr das nächste Mal in Bangkok seid, dürft ihr dieses kulinarische Erlebnis im May Kaidee auf keinen Fall verpassen! 🙂


Fünf Stunden später und mit 45°C Differenz erreichten wir mit gemischten Gefühlen Peking. Unglaubliches Frieren gesellte sich mit ängstlicher Aufgeregtheit zu wiederum unbändigem Interesse. Kulinarisch gesehen wurde dieses in einem mehr oder weniger traditionellem Restaurant, in dem (in diesem Fall Gott sei Dank ;-)) die Speisen zusätzlich auf Englisch sowie in Bildern abgedruckt waren gestillt. Vegetarier werden hier allerdings auf die Probe gestellt, da man etwa 95% aller Speisen ohne Umbestellung nicht wählen kann. Es gab alles von Schwein, Hühnchen, Ente über Seegurken bis hinzu ganzen Schildkröten und natürlich den gemischten Hot Pot. Durch den steigenden Wohlstand ist es für Chinesen in der Stadt einfach schier unvorstellbar freiwillig auf den Genuss von Fleisch oder Fisch zu verzichten.

Allen, unser netter Guide von China Odyssey Tours empfahl uns einige Speisen und nahm auch auf meine tierlose Vorliebe Rücksicht. Am Tisch (von dem sich übrigens traditionellerweise jeder von jedem Teller bedienen konnte) stand nun Folgendes: (die Preise lagen im Übrigen auf westlichem Niveau)

„Chufa with Osmanthus Sauce“: (Erdmandeln bzw. auch Tigernüsse genannt in süßlicher Duftblüten-Sauce)
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„Sauteed Shredded Pork in sweet bean Sauce“: (Angebratenes Schweinehack in süßer Bohnen-Sauce mit Röstzwiebeln und Salat sowie mit Tofu-Blättern zum Einrollen)
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„Kung Pao Diced Chicken sweet and spicy with Peanuts“: (Ein traditionelles Gericht mit süß-scharfem Hähnchen mit Gemüse – v.a. Lauchzwiebeln – ganzen Chilis und Erdnüssen)
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„Sauteed Assorted Vegetables“: (Gemischtes angebratenes Gemüse – Lotuswurzel, Mu Err-Pilze und pfifferlingsartige Shiitake-Pilze, Gurke, Staudensellerie, Zuckerschoten und Brokkoli)
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Fazit Peking: Aufgrund der fleischlastigen Esskultur und deren teilweise abartige Zubereitung möchte ich trotz der vielen kulturellen Erfahrungen kulinarisch gesehen kein weiteres Mal nach China…

P.S.: Gerne gebe ich (auch nicht-kulinarische) Reisetipps; ich freue mich auf eure Anfragen unter info@cosmosoup.de! Eure Simmerl

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