Cosmosoup is(s)t auf Reisen: Unterwasserwelten und Kulinarik auf Koh Tao


Die Vorfreude hat gesiegt: Wir haben zehn Stunden in Bus und Katamaran überstanden…und wurden reichlich belohnt. Ein wunderschönes Resort am Berg und interessantes Essen erwartete uns 🙂

Noch am ersten Abend probierten wir das Restaurant unseres Resorts aus. Überhaupt ist es hier Gang und Gäbe, ein Restaurant plus Übernachtungsmöglichkeiten zu haben. Auch am Tanote Beach, wo wir sind, gibt es fast nur Lokalitäten mit Beidem.

Es gab „Gebratenen Reis mit Ananas und Cashews“, wovon ich dachte, dass es als teuerstes Gericht der Karte (~3,50€) schon etwas hermachen sollte. Leider übertraf die Erwartung das Ergebnis um Längen. Lecker, aber das war’s dann auch.

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Die bessere Wahl traf meine zweite Hälfte, allerdings mit Getier: „Indische Currysuppe mit Kartoffeln, Reis und Tintenfisch auf Reis“ schmeckte wirklich lecker und hatte viel Kokosnussmilch, Zimt und Kardamom im Geschmack.

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Am zweiten Tag machten wir uns am Strand auf die Suche nach weiteren kulinarischen Entdeckungen. Immer wenn wir eine kleine „Beachbar“ mit Essen entdeckten, versuchten wir unser Glück.

Zunächst probierte ich ein weiteres Mal „Gebratenen Reis“, diesmal mit gemischtem Gemüse (Tomate, Karotte, Paprika), Tofu und Thai-Basilikum. Mein Fazit zu dieser Art Gericht: Es ist lecker, aber irgendwie fehlt dann doch die Sauce.

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Ebenso versuchten wir uns an einer traditionellen „Tom Yam-Suppe“, die allerdings leider mehr aus Thai-Maggi bestand als aus einer leckeren sauer-scharfen Brühe. Theoretisch sollte sie aus Zwiebeln, Zitronengras, Kaffirlimettenblättern, Ingwer und Tamarinde, gewürzt mit Fischsauce und Chilis sowie dekoriert mit Koriandergrün bestehen. Praktisch hatte sie bis auf Chilis und Koriander alle Zutaten, allerdings lieblos hineingeschnitten und mit Maggi versaut. Die zusätzlich hinzugegebene Kokosmilch und Reisbeilage konnte auch nichts mehr retten. Schade…:-|

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Schatzi hatte überhaupt keine Skrupel und bestellte „Laab Moo“: Lauwarmen Salat mit Schweinehack, Minze und Chilis in Limettensauce:

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Ich persönlich muss sagen, dass ich in Thailand, insbesondere durchs Schnorcheln und Tauchen, noch mehr die Lust verloren habe, Unterwassergetier zu essen. Es ist absolut faszinierend, die Unterwasserwelt und deren Bewohner in Ihrem Treiben zu beobachten. Umso trauriger macht mich die Vorstellung, dass das was ich sehe, bereits zu 70% leer gefischt ist und noch trauriger macht es mich, wenn Taucher über gesehene Fische, Krabben, etc. nicht mehr als den Kommentar „Lecker“ übrig haben.


Am Tag darauf mieteten wir uns ein Quad und erkundeten ein bisschen die Insel. Am nördlichsten Punkt, den man auf der Hauptstraße vom Main Pier erreichen konnte, erwartete uns ein phänomenaler Ausblick. Leider spiegelte sich diese Lage auch in den Essenspreisen wider: Bei ca. 8€! für ein Curry, entschieden wir uns, doch woanders zu essen.

Wieder etwas südlicher gibt es zahlreiche Orte, die von noch zahlreicheren Tauchschulen, wie auch Cafés und Restaurants bevölkert werden.

In einem davon bestellten wir (im Übrigen von einem leider sehr unfreundlichen Kellner) „Vegetarische Frühlingsrollen mit einer süß-sauren Soße“ und ein „Gelbes Thaicurry mit gemischtem Gemüse“ (Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten, Thai-Spargel und Ananas):

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Wirklich ganz lecker, allerdings war das „Grüne Curry“ abends im Resort mit Thai-Basilikum, Kaffirlimettenblätter, Blumenkohl, Kohl, Thai-Auberginen und Karotten auf Reis eindeutig die bessere Wahl: Sehr lecker mit einer angenehmen Schärfe, mein absoluter Favorit in Thailand! Das wird definitiv eines der ersten und auch häufigsten Gerichte aus dem heimischen Wok werden 😉

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Was ich noch hinzufügen möchte: Es ist erstaunlich, wie zahlreich westliche Gerichte (entweder gemischt mit Thai-Food oder komplett allein auf der Karte) in Touristenregionen angeboten werden. Steak, Burger, Pasta, Pizza,… wirklich schade, denn so bekommen manche die wirklich super leckere, authentische und eigentliche Küche Thailands gar nicht mit. Denn viele folgen der Wahrheit, „was der Bauer net kennt, des isst er net“ 😉 So war auch an diesem Abend das vollste Lokal der Italiener „Dolce Vita“…


Am letzten Tag auf Koh Kood besuchten wir mit einem Wassertaxi (Longtail) die benachbarte Insel Koh Nangyuan, um das eigentliche und vielzitierte Schnorchelparadies Südthailands „unsicher“ zu machen. Wirklich ein Traum,… man muss gar nicht lange schwimmen und hat schon die farbenfrohesten Fische, von kleinen Makrelen, Barschen über Seegurken bis hin zu größeren Exemplaren der Meeresbewohner vor die Linse bekommen.
Kulinarisch hat die Insel natürlich eine eher magere und beschränktere Auswahl, sie beherbergt nur ein Resort und ein Restaurant mit Bar. Wir entschieden uns für „Gebratenen Reis mit Thai-Basilikum und gemischtem Gemüse“ mit einem frischen Mango-Shake, was wirklich nicht schlecht war:

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Abends fuhren wir ein weiteres Mal in die Stadt am Main Pier, da wir ein thailändisches Restaurant mit relativ einfachen Gerichten auf der Karte (inkl. über einer Seite vegetarischer Gerichte…wow!) ausprobieren wollten. Leider war neben der einfachen Auswahl auch der Geschmack sehr schlicht.
Unsere Wahl fiel auf „Deep fried Tofu mit einer Chili-Erdnuss-Sauce“ als Appetizer, der aber leider nicht wie erwartet frittiert, sondern nur angebraten war: (die Sauce war das Beste…)

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Zur Hauptspeise entschieden wir uns für zwei verschiedene Gerichte (laut Karte), bekamen allerdings fast die Gleichen bis auf den zusätzlichen Blumenkohl auf Schatzis Teller: „Grüne Thai-Aubergine, Thai-Basilikum und Tofu in Kokosnussmilch auf Reis“. Mit einer Currypaste hätte das Ganze auf jeden Fall aufgepeppt werden können.

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Morgen geht es wieder Richtung Bangkok (vielleicht bleibt ja noch Zeit für einen erneuten Besuch im May Kaidee…;-)) und danach noch einen Tag in die kulinarische Welt Pekings. Ich erwarte so einiges…seid gespannt!

Fazit Koh Tao: Kulinarisch gesehen sehr einseitig und leider oft enttäuschend. Insbesondere wenn man vorher in Bangkok war 😉

2 Kommentare zu “Cosmosoup is(s)t auf Reisen: Unterwasserwelten und Kulinarik auf Koh Tao

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