Cosmosoup is(s)t auf Reisen: Vegetarisches Paradies in Bangkok


Nach den ständigen Reizüberflutungen in Pattaya, was von den enormen Menschenmassen an Silvester in der Walking Street und am Strand noch übertroffen wurde, sehnten wir uns schon fast an einen anderen Ort, ganz egal wohin. Leider hatten einige Pattaya-Touristen die gleiche Idee, an Neujahr das „gelobte Land“ wieder Richtung Norden zu verlassen, wodurch wir erst abends unser Hotel in der Khaosan Road erreichten.

Noch ein Nachtrag zu Pattaya:

Falls ihr furchtbar Lust auf etwas Italienisches habt (was bei uns in der Silvesternacht ab ca. 1 Uhr eintrat), kann ich einen kleinen Italiener „L’Italiano“ in der Walking Street empfehlen: Schatzis „Pizza Frutti di Mare“ war wirklich lecker und meine „Spaghetti aglio e olio“ ebenso. Allerdings muss man mit westlich angepassten Preisen rechnen.

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Während der Wartezeit am Busbahnhof fällten wir im Übrigen eine Entscheidung: Auch wenn es noch ziemlich lange hin ist – wir werden unseren Lebensabend in Thailand verbringen. Falls wir überhaupt eine Rente bekommen sollten, wäre diese am preiswertesten in einer Hütte am Strand oder auch einer großzügigen Wohnung zu 1/4 des Preises von Deutschland angelegt. Ebenso zu überlegen wäre eine „Überwinterung“ von November bis März. Darauf können wir uns bereits jetzt freuen 🙂 Allerdings benötigt man für einen längeren Aufenthalt als mit Touristenvisum 20.000€ auf dem Konto und eine Einkünfte von monatlich mindestens 1.600€, was bedeutet, dass wir noch seeehr lange arbeiten müssen 😉

Gleich am ersten Abend in Bangkok viel auf, dass hier sehr viel Wert auf eine große kulinarische Vielfalt insbesondere auf eine alternative vegetarische wie auch vegane Auswahl gelegt wird. Zum Beispiel hat im MBK hat letztes Jahr ein komplett veganes Restaurant eröffnet und an den fahrbaren Garküchen kann man sogar zwischen Pad Thai „mit oder ohne Ei“ wählen!

Unser erster Gang fiel in eine etwas weniger belebte Straße unweit der Khao San Road zum „Number One Restaurant“ mit vegetarischen Gerichten (zum Teil auch mit Fisch und Fleisch). Es war super lecker und absolut empfehlenswert! Die zweite Bewertung von TripAdvisor ist nicht nachvollziehbar, außer dass es wirklich leider kein reines vegetarisches Haus ist.

Wir aßen „Thicky Spicy Curry mit Tofu und Gemüse“ (Blumenkohl, Bohnen und Mais) und ein interessant gewürztes (ich denke mit indischem Garam Masala in der Currymischung) „Massaman Curry mit Kartoffeln, Karotten und Erdnüssen“, beides mit weißem und braunen Reis.
Mmmmmhhhhhh…… 🙂 (Preislich: je 2-3€)

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Was ebenfalls geschmacklich überzeugend und sehr erfrischend war, ist ein Shake mit Ananas und Minze: (< 1€)

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Am nächsten Tag waren eine obligatorische Garküche am Nachtmarkt in einer Querstraße der Khao San Road und ein vegetarisches/veganes Restaurant Ethos mit schnuckeligen Bodentischen auf unserem Programm.

Im Ethos (ebenfalls in nur 3 Min. von der Khao San Road zu erreichen) bestellten wir als Appetizer selbstgemachtes Tempeh, knusprig gebacken in Kokosnuss-Öl, gereicht mit Erdnuss-Dip. Eigentlich ganz lecker, leider hat es meiner Begleitung nicht so zugesagt (:-(

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Danach gab es für uns ein traditionelles „Penang Curry“ mit gemischtem Gemüse (Karotte, Paprika, Mais, Erbsen und Brokkoli) und Tofu in einer vegetarisch malaysischen Currypaste aus Zimt, Nelken, Kaffirlimettenblätter und Kokosnussmilch. Das Ganze gereicht mit braunem, unbehandeltem Jasminreis (nährstoffreicher und leichter verdaulich) Mmmmmhhhhhh….

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Überraschend lecker war der Burger aus Falafel und Hummus, saftig mit viel Salat und einer interessanten, süß-sauren Sauce.

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Die Überraschung an der Garküche am Abend: Reis plus (wieder einmal mein geliebtes Massaman-Curry mit Kartoffeln und Erdnüssen) oder auch irgendein anderes Curry für nicht mal einen Euro!

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Am nächsten Abend folgten wir nach einer ausführlichen Mani- und Pediküre für 8€ (inklusive Nagellack) einem kulinarischen Tipp einer lieben Freundin aus Deutschland (Danke Sändra! :-*):

Ein gemütliches Restaurant mit Tischen drinnen und draußen in unmittelbarer Nähe der Khao San Road: „Sawasdee House“ mit Hotel. Es erwartet einen ein recht geschäftiges Treiben (mit einigen Straßenhändlern) und eine breitgefächerte Speisekarte von westlichem Essen über Thai-Gerichte bis hin zu Cocktails. Wir entschieden uns für – natürlich 😀 – ein Massaman-Curry, das ich ohne Huhn bestellte. Das besonders Erfreuliche: Die Bedienung bot mir sofort an, das Curry vegetarisch zuzubereiten…was bedeutete, dass ich zu den obligatorischen Kartoffeln, Zwiebeln und Erdnüssen zusätzlich Karotten, Pilze, Mais und Tofu als Beilage bekam 🙂

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Bei Schatzi gab’s Rindfleisch mit Chili und Thai-Basilikum: (beides gereicht mit Reis (preislich bei je ~ 4€)

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Auf dem Highlight aller Shoppingbegeisterten, dem Chatuchak Markt am Wochenende gab es leider nur kulinarische „Downlights“.

Neben den fast unzählbaren Verkaufsständen von Klamotten, Taschen, Einrichtungsdeko, etc. gab es einen sehr überlaufenen „Foodcourt“ im Freien, allerdings unter extrem hitzespeichernden und schweißtreibenden Schirmen. Nachdem wir auch noch neben einigen Garküchen einen Behälter mit krampfhaft in sich windenden Garnelen, Krabben etc. in nur 10 cm hohem Wasser und halb in der Sonne stehend gesehen hatten, verging uns endgültig der Appetit.

Wir entschieden uns, ein weiteres vegetarisches und veganes Restaurant in der Nähe der Khao San Road auszuprobieren und wurden nicht enttäuscht: Im May Kaidee (wer möchte, kann hier auch verschiedene Kochkurse besuchen) ist es schnuckelig zu sitzen und der Service war auch sehr nett. Zudem hatte man die Möglichkeit, ein Kochbuch aus der Kochschule sowie ein Currypasten-Package (~10€ + 3€) für den heimischen Herd zu erstehen, aus dem ich sehr bald einige Rezepte hier vorstellen werde 🙂 *freu* Ich hatte gehofft, dass das Buch auch über amazon zu beziehen ist, leider kann man es jedoch nur über folgenden Link per Kreditkarte (Versand ~5€) bestellen: May Kaidee’s Cookbook.

Wir bestellten als Appetizer „Seaweed Rolls“ (veganes Sushi) aus rotem Reis mit Gurke, Karotte, Tofu, Ingwer, Süßkartoffel sowie Sesam und Erdnuss on top. (~2€) Seeeeeehr lecker!

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Zum Hauptgang gab es einmal „Haw Mokk“ – ein lauwarmes, etwas dickerflüssiges Rotes Curry mit Soja und Karotte, Knoblauch, Zwiebeln, Blumenkohl, Brokkoli, Kaffirlimettenblätter, roten Chilis und Kokosnussmilch. Gereicht mit Naturreis… ein Gedicht! (~2€)

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Und ein „Grünes Curry mit Erdnusssauce“ (die legendäre Nr. 4 😉 mit Karotte, Zwiebeln, Knoblauch, Babymais, Blumenkohl, Brokkoli, Pilzen, Kraut und grüne Thai-Aubergine auf braunem Reis. Besonders schmackhaft und scharf wurde es durch ein paar Löffelchen eines roten Öls mit Chilis und Knoblauch!

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Zum Nachtisch bestellten wir uns noch völlig Unbekanntes: „Schwarzen süßen Klebreis mit Kokosnussmilch und Mango und Banane“. (~2€) Bester Abschluss!

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Insgesamt alles sehr empfehlenswert,… wie gerne würde ich die Speisekarte rauf und runter essen 😛

Nach vielen kulinarischen, insbesondere vegetarischen und veganen Erleuchtungen in Bangkok werden wir allerdings schon morgen wieder das Festland verlassen und freuen uns auf: Koh Tao!

Fazit Bangkok: Absolut vegetarisches wie auch veganes Paradies (trotz einiger „ethischer Verfehlungen“) und das sogar in der Touri-/Backpacker-Hochburg um die Khao San Road. Geeeeerne wieder! 🙂

Übrigens: Sehr gerne können weitere (auch nicht-kulinarische) Tipps per E-Mail erfragt werden. INFO@COSMOSOUP.DE Ich freu mich!

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