Cosmosoup is(s)t auf Reisen: Kulinarische Erlebnisse auf Koh Kood


Nach den Erlebnissen in Peking freuten wir uns umso mehr auf Thailand. In diesem Artikel berichte ich euch von unseren kulinarischen Erfahrungen und hoffe auf eigene Nachkochversuche am heimischen Herd 🙂

Unser erster Abend war Weihnachten und da die meisten Touristen anscheinend Christen sind, wurde in unserem Resort ein dementsprechendes „Gala Dinner“ ausgerichtet. Es wurden allerlei thailändische Spezialitäten in Form eines Buffets angeboten: Von der gefüllten Krabbe, über ein Massaman-Curry mit Hühnchen bis hin zur knusprigen Ente und gebratenen Gambas.

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Tja, ihr ahnt es schon: Vegetarier und Veganer mussten sich mit Beilagenreis und Papaya begnügen… da wir allerdings pro Person 1000 Baht (inklusive aller Getränke) bezahlt hatten, bekam ich zusätzlich in Knoblauch geschwenktes Gemüse und ein superleckeres Grünes Gemüse-Thaicurry. Broccoli, Zuckerschoten, Feigen, Chilis und Limettenblätter in Kokosmilch mit Grüner Currypaste. Mmmmmmhhhhh…..

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Die nächsten Tage auf Koh Kood waren insgesamt sehr entspannend, aber auch kulinarisch herausfordernd. Die Insel lebt selbstverständlich wie die meisten anderen Inseln auch vom Fischfang. Wahrscheinlich ist sogar ein Fisch günstiger als ein vom Festland zu beschaffendes Gemüse. Nachdem wir allerdings die Zustände im Hauptort Ao Salad, einem Stelzendorf für Fischer, begutachten konnten und nachdem ich erneut einen erschreckenden Artikel über Schleppnetzfischerei gelesen hatte, wäre ich auch als überzeugter Tier-Esser von meiner Meinung abgewichen und zumindest zeitweise auf vegetarische Nahrung umgestiegen.

Was sich allerdings als sehr schwierig herausstellen sollte. Sich hier vegan zu ernähren ist schlichtweg unmöglich. Selbst wenn man sich etwas ohne Fleisch oder Fisch bestellt, wird trotzdem mit Krabbenpaste und Fischsauce gewürzt.
Ein besonderes Erlebnis hatte ich in einem kleinen Laden neben einem Nobel-Resort: Ich bestellte „Pad Thai“, ein thailändisches Nudelgericht aus Reisbandnudeln, Eiern, Gemüse und Tofu auf Tamarindensauce. Gewürzt wird das Ganze mit Fischsauce, Chilis, Koriander und Limette sowie gehackten Erdnüssen. Wer möchte, kann Fleisch oder Meeresfrüchte dazu haben. Auf meine Bestellung „Pad Thai ohne Fleisch und Fisch“ (denn das Ei war schon genug an tierischer Beilage) lachte sich der Kellner erstmal einen ab und fragte mich, ob ich denn nicht lieber „einmal ohne alles“ haben möchte. Soviel zum interkulturellen Verständnis von vegetarischer Ernährung. Sehr schade war auch, dass das Gericht absolut ungenießbar war, obwohl es recht appetitlich aussah:

Gott sei Dank gab es jedoch auch positive Erfahrungen hinsichtlich vegetarischer Kulinarik auf Koh Kood.
Eine leckere Tom Ka Gai-Suppe (rote Currypaste, Zitronengras, Limettenblätter, Galgant oder Ingwer, Koriandergrün, Pilze, Gemüse nach Wahl, Kokosmilch, Fischsauce, Sojasauce) konnte auch ohne Hühnchen bestellt werden (auch wenn sie einfach nur herausgefischt wurden, ist es für Vegetarier ein befriedigendes Ergebnis). Und ein darauffolgendes Gelbes Curry mit gemischtem Gemüse konnte ohne unverständliche Blicke abseits der normalen Speisekarte geordert werden (obwohl ein gelbes Curry noch nicht einmal typisch für thailändische Küche ist). Hab ich schon erwähnt, dass beides seeeeeeehr lecker war? 😉

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Bei der nächsten Bestellung einer vegetarischen Tom-Ka-Gai erfuhr ich, dass diese Variante „Tom Ka Pak“ heißt und auch viel leckerer mit Thai-Basilikum anstatt mit Koriandergrün schmeckt. Sie kam dieses Mal auch mit sättigendem gekochten Reis, Tomate, Staudensellerie, Blumenkohl und Pilzen. Wieder einmal mmmmmmmhhhhh….. 🙂

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Schatzi aß einen lauwarmen Salat mit Hühnchen auf Thai-Basilikum-Blättern, getrocknetem Knoblauch und Chilis. Für ihn das beste Gericht, das er auf Koh Kood gegessen hat 🙂

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Ein weiteres Mal besuchten wir ein nordthailändisches „Restaurant“ und wollten unbedingt ein landestypisches Curry bestellen, was jedoch von vehementen Abwehrversuchen der Bedienung fast verhindert wurde. Unser Dickkopf setzte sich allerdings durch und wurde durch schallendes Gelächter aus der Küche untermalt 😉 Wenig später sollten wir wissen warum: Das Curry war für uns Farangs fast ungenießbar. Gefühlte 1000 Chilischoten (evtl. für geübte Scharfesser erträglich) setzten sich in unseren Mundwinkeln bis in den Rachen ab und konnten auch nicht durch gutgemeinte „Entschärfer“ wie Gurken, Papaya, gebackener Schweinebauch und ein Glas Wasser (von der Bedienung UND der Köchin gebracht!) gemildert werden. Abgesehen davon war der Geschmack leider auch nicht besonders und kann somit nicht empfohlen werden 😦

Nordthailändisches Gemüsecurry aus Chiang Mai „Curry Chill with mild Chill“ mit teilweise undefinierbarem Gemüse, ganzen Knofis und (leider) zu viel Koriandergrün:

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„Curry Chill with Crab Sauce“ – ein absolut unzumutbarer Fischgeschmack:

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Fazit aus Koh Kood: Teilweise sehr leckere kulinarische Entdeckungen mit gewissem Gefahrenpotential 😉

P.S.: Weitere (auch gerne nicht-kulinarische) Tipps können gerne per E-Mail angefragt werden: info@cosmosoup.de

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